Rückblick
VIER AKTIONEN
14. Februar 2025 bis 27. Juli 2025




VIER AKTIONEN, Ausstellungsansichten, WIENER AKTIONISMUS MUSEUM, 2025, Fotos: Manuel Carreon Lopez © Bildrecht, Wien 2026
Günter Brus, Silber, 1965
Otto Muehl, Mama und Papa, 1964
Hermann Nitsch, 3. Aktion (Fest des psychophysischen Naturalismus), 1963
Rudolf Schwarzkogler, 4. Aktion, 1965
Mit seiner zweiten Ausstellung ging das WAM in die Tiefe. Die Eröffnungs-Schau WAS IST WIENER AKTIONISMUS? hatte zunächst einen Überblick über die vielschichtigen Entwicklungen dieser Bewegung in den 1960er-Jahren geboten, bei der die einzelnen Aktionen jeweils nur mit exemplarischen Fotografien vorgestellt wurden. Nun begann unter dem Titel VIER AKTIONEN eine Ausstellungsreihe, die ausgewählte Aktionen mit sämtlichen verfügbaren historischen Materialien präsentiert. Auf diese Weise wurde es erstmals möglich, das Geschehen in all seinem Detailreichtum nachzuvollziehen. Ziel der Ausstellung war es, durch die präzise Beleuchtung einzelner Aktionen neue Perspektiven auf die Rezeption des Wiener Aktionismus zu eröffnen.
Gezeigt wurden sämtliche jeweils vorhandenen Fotografien von Aktionen aus der ersten Hälfte der 1960er-Jahre: Günter Brus, Silber, Otto Muehl, Mama und Papa, Hermann Nitsch, 3. Aktion (Fest des psychophysischen Naturalismus) und Rudolf Schwarzkogler, 4. Aktion. Der Ablauf beziehungsweise die einzelnen Szenen wurden dabei auch verbal beschrieben, wodurch deren inhaltliche Komplexität erkennbar wurde.
Indem Aufnahmen unterschiedlicher Fotografen zu sehen waren, wurde zudem die Rolle der Fotografie näher beleuchtet. Dabei wurde unter anderem aufgezeigt, dass die Künstler aus dem Rohmaterial der Bilder jeweils eigene Ausschnitte bestimmten. Die Gegenüberstellung der unbeschnittenen und beschnittenen Sujets sowie deren Verwendung durch die Künstler – etwa in Collagen oder als Motive für Einladungskarten – gab Einblick in deren bildhaftes Denken.
Die bei den Aktionen entstandenen bewegten Bilder zeigten wiederum, dass die Filmer – anders als die Fotograf – dem Wunsch von Brus, Muehl, Nitsch und Schwarzkogler nach möglichst dokumentarischer Wiedergabe ihrer Aktionen nicht entsprachen.
Nicht zuletzt waren die jeweiligen Vorarbeiten, Skizzen, Partituren und schriftlichen Überlegungen sowie die nachträglichen Reflexionen und teilweise Publikationen der Künstler zu sehen. Ergänzt wurde die Ausstellung durch erschienene Presseartikel.
Kurator:Innen:
Eva Badura-Triska
Marcello Farabegoli
Roman Grabner
Julia Moebus-Puck
Pascal Zoss
Weihburggasse 26
1010 Wien
Dienstag bis Sonntag
11:00 – 18:00 Uhr
Montag geschlossen
Einzelticket: 13,00 €, ermäßigt 10,00 €
Ermäßigungen
Senior:innen ab 65, Studierende, Lehrlinge, Personen im Zivil- und Präsenzdienst und Menschen mit Behinderung
Freier Eintritt
Kinder unter 19 Jahren, Kulturpass – Inhaber:innen, ICOM-Mitglieder
5,00 € zusätzlich zum Museumseintritt
Führung anmelden
Öffentliche Verkehrsmittel:
U1 (Stephansplatz)
U3 (Stubentor bzw. Stephansplatz)
U4 (Stadtpark)
Linie 2 (Weihburggasse)
3A (Riemergasse)
Parkplätze
Wir weisen darauf hin, dass Parkmöglichkeiten am Gebäude äußerst limitiert sind. Fußläufig vom Museum befindet sich ein Parkhaus.
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