Rückblick
HERMANN NITSCH. 1960–1965
26. März 2026 bis 5. Juli 2026



HERMANN NITSCH. 1960–1965, Ausstellungsansichten, WIENER AKTIONISMUS MUSEUM, 2026 / Bildrecht, Wien 2026
Zwischen 1960 und 1965 formt Hermann Nitsch eine radikale künstlerische Sprache von bemerkenswerter Konsequenz – und legt damit bereits in jungen Jahren die Grundlagen seines gesamten Œuvres.
Die Ausstellung versammelt über 100 Arbeiten aus dieser Zeit und spannt den Bogen von frühen Schütt- und Rinnbildern über Reliktmontagen bis hin zu Werken vor 1960, die den Übergang vom geschulten Grafiker zum eigenständigen Künstler sichtbar machen.
Mit Blut überschüttete Menstruationsbinden, Pflaster und Taschentücher in Kombination werden in Kombination mit liturgischen Geräten und Gewändern zu zentralen Bedeutungsträgern. Sie verweisen auf Wunde, Heilung und Transformation und verbinden körperliche Spuren mit symbolischen Ebenen.
Nitschs Werk entsteht im gesellschaftlichen Klima des Nachkriegsösterreichs – einer Zeit, die stark von Verdrängung, Schweigen und dem Wunsch nach Ordnung geprägt ist. Durch das expressive Schütten und Rinnenlassen von Farbe, durch das Sichtbarmachen von Blut, Wunde und Opfer insistieren sie auf der physischen Realität von Leben und Tod. Das Bild wird zu einem Ort, an dem existenzielle Zustände nicht verdeckt, sondern unmittelbar sinnlich erfahrbar werden sollen.
Kuratorin: Julia Moebus-Puck
Katalog
HERMANN NITSCH. 1960 – 1965
Die erste umfassende Publikation zum bedeutenden Frühwerk von Hermann Nitsch.
Erhältlich im Museum oder hier online
Preis
29,00 Euro
Herausgegeben von
Julia Moebus-Puck
Autoren
Michael Karrer, Julia Moebus-Puck, Klaus Albrecht Schröder
Weihburggasse 26
1010 Wien
Dienstag bis Sonntag
11:00 – 18:00 Uhr
Montag geschlossen
Einzelticket: 13,00 €, ermäßigt 10,00 €
Ermäßigungen
Senior:innen ab 65, Studierende, Lehrlinge, Personen im Zivil- und Präsenzdienst und Menschen mit Behinderung
Freier Eintritt
Kinder unter 19 Jahren, Kulturpass – Inhaber:innen, ICOM-Mitglieder
5,00 € zusätzlich zum Museumseintritt
Führung anmelden
Öffentliche Verkehrsmittel:
U1 (Stephansplatz)
U3 (Stubentor bzw. Stephansplatz)
U4 (Stadtpark)
Linie 2 (Weihburggasse)
3A (Riemergasse)
Parkplätze
Wir weisen darauf hin, dass Parkmöglichkeiten am Gebäude äußerst limitiert sind. Fußläufig vom Museum befindet sich ein Parkhaus.
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